Ruhegebiete » Achental-West

Lage:

Das Ruhegebiet Achental-West, ein Bestandteil des Natuparks Karwendel, erstreckt sich an der Ostflanke des Karwendelgebirges nördlich von Pertisau.

Größe:

38,1 km²; Seehöhe: 826 - 2085 m (Seeberg Spitze); liegt im Gebiet der Gemeinden Achenkirch und Eben am Achensee, Bezirk Schwaz

Landschaftsausstattung:

Der südliche Teil des Gebietes wird vom schroffen Bergkamm der Seebergspitze (2085 m) und der Seekarspitze (2053 m) am Achensee nördlich von Pertisau dominiert. Tief eingeschnittene Täler (Oberautal und Unterautal) unterteilen das Gebiet. Der Nordosten ist weniger zerklüftet. Westlich des Achensees liegen weiße Kalkwände, die aus Rhätischen Riffkalken aufgebaut sind.

 

Bäche:

Alle Bäche führen nach Osten in den Achenbach bzw. Achensee

  • Oberaubach
  • Unteraubach
  • Blaserbach von der Falkenmoosalm abwärts
  • Lindsteinbach
  • Dollmannsbach
  • Taschbach

  

Zugang/Erreichbarkeit:

Das Gebiet ist über mehrere Forststraßen (für den öffentlichen Verkehr gesperrt), und zahlreiche Steige bis zu den Gipfeln (Seebergspitze, Seekarspitze, Schreckenspitze (2022 m), Hochplatte (1815 m) erreichbar.

 

Almen:

  • Pasillalm (1560 m)
  • Kogelalm (1250-1300 m)
  • Seekaralm (1400-1500 m)
  • Kleinzemmalm (1500 m)
  • Feichtenalm (1200 m)
  • Großzemmalm (1500-1700 m)
  • Falkenmoosalm (1328 m)
  • Kaserstatt (1500 m)

 

 

Flora und Fauna:

Die Vegetationsdecke ist weitgehend vom Relief abhängig und sehr abwechslungsreich. In den flachen Bereichen und entlang der Talgründe erstrecken sich meistens Fichtenbestände, stellenweise mit Buchen durchsetzt. Darüber liegen Fichten-Lärchenwälder mit einzelnen Laubbäumen. In den Lawinenbahnen und steilen Rinnen des Oberautales dominieren Legbuchengebüsche mit Hochstauden. CERNY (1994) zählt im Gebiet 411 Gefäßpflanzen auf.

 

Besonders bemerkenswerte Lebensgemeinschaften/Lebensräume:

  • Schuttkegel am Ufer des Achensees: z.B. Breitgries und Gaisalm mit wärmeliebenden Pflanzengesellschaften (Latschen und Erica).
  • Osthang des Kammes Seeberg Spitze - Seekar Spitze: Biotopkomplex von alpinen Rasen, Schutt- und Blockhalden, Felsgesellschaften, Lawinenbahnen, Krummholzbeständen und kleinen Waldstücken. Das Gebiet ist schwer zugänglich.
  • Niedermoore auf den Almen: besonders auf der Großzemmalm und unterhalb der Falkenmoosalm.
  • Im Falkenmoos kommt das Traunsteiner-Fingerknabenkraut (Dactylorhiza traunsteineri) vor.
  • Entlang der Uferpromenade bei Pertisau findet sich eine kleine Population der Feuerlilie (Lilium bulbiferum).