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Innsbrucker Küchenschelle

Lage, Erreichbarkeit:

Das Naturschutzgebiet Innsbrucker Küchenschelle liegt auf einer Hangterrasse östlich von Arzl. Es ist über die Dörferstraße von Arzl nach Rum zu erreichen (Kreuzung Helfentalweg, Kalkofenweg).

Größe:

3490 m², Seehöhe 650 m, unter Schutz seit 1981, liegt im Gebiet der Landeshauptstadt Innsbruck (Arzl), Bezirk Innsbruck-Stadt.

Landschaftsausstattung:

Kulturlandschaft mit Magerwiesen und dem einzigen Vorkommen der "Innsbrucker Küchenschelle".

 

Flora und Fauna:

Die Innsbrucker Küchenschelle (Pulsatilla oenipontana) profitierte vom Wirken des Menschen in der Landschaft. Magerwiesen bieten der auf Kurzrasigkeit angewiesenen Pflanze gute Standortbedingungen. Das Vorkommen dieser Pflanze ist auf warme, auch im Winter weitgehend schneefreie Süd- und Südosthänge unter 800 m beschränkt. Blütezeit ist März und April. Bis um das Jahr 1900 war das Verbreitungsgebiet weit ausgedehnter; alte Funde sind von Kranebitten bis Hall bekannt. Obwohl die Küchenschelle seit 1939 als Art unter Naturschutz steht, existiert ein Großteil der für sie wichtigen Lebensräume nicht mehr. Heute liegt der Verbreitungsschwerpunkt um Arzl, weitere Standorte sind in Thaur zu finden. Das derzeit noch bestehende Vorkommen dieser äußerst seltenen Pflanze kann nur mit Hilfe spezifischer Pflegemaßnahmen gesichert werden, die vom Institut für Botanik der Universität Innsbruck ausgearbeitet wurden.

 

Quellen: 

ERSCHBAMER, B. (1990): Exkursionsbericht. - Univ. Innsbruck.

GANAHL, D. & ERSCHBAMER, B. (1998): Wachstumsdynamik und Vergesellschaftung der Innsbrucker Küchenschelle. Ber. Nat.-Med. Verein, Innsbruck 85: 57-65.

UNTERASINGER, R. & ERSCHBAMER, B. (2002): Populationsentwicklung der Innsbrucker Küchenschelle (Pulsatilla oenipontana) und Maßnahmen zu ihrer Erhaltung; Population dynamics and conservation of Pulsatilla oenipontana. Ber. Nat.-Med. Verein, Innsbruck 89: 71-85.