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Ein Gipfel im Nationalpark Hohe Tauern

Der Nationalpark Hohe Tauern ist der größte Nationalpark im gesamten Alpenraum und eines der größten Schutzgebiete in Mitteleuropa. Hier finden Tiere und Pflanzen Geborgenheit und Ruhe. Rauschende Wasserfälle, die blühende Vielfalt der alpinen Pflanzen und ein König der Lüfte, der Bartgeier, öffnen uns die Türe in diese herrliche Natur.

Kurzsteckbrief:

Fläche: 1.856 km2

Lage: Kärnten, Salzburg, Tirol

Nationalpark seit 1981

Lage

Der Nationalpark Hohe Tauern ist mit über 1800 km² der größte der sechs Nationalparks in Österreich. Er erstreckt sich über die Bundesländer Salzburg, Tirol und Kärnten und teilt sich in eine 1.198 km² große Kern- und eine 638 km² große Außenzone.

Der Tiroler Anteil des Nationalparks Hohe Tauern liegt in Osttirol und hat eine Fläche von 611 km² (Kernzone 347 km²). Er umfasst die Gemeinden Dölsach, Hopfgarten in Defereggen, Iselsberg-Stronach, Kals am Großglockner, Matrei in Osttirol, Nußdorf-Debant, Prägraten am Großvenediger, Sankt Jakob in Defereggen, Sankt Veit in Defereggen und Virgen.

Der höchste Gipfel Österreichs, der Großglockner (3.798 m), liegt in der Kernzone des Nationalparks Hohe Tauern an der Grenze Kärnten/Osttirol. Der Nationalpark ist offiziell anerkannt von der IUCN (International Union for Conservation of Nature and Natural Resources).

 

Flora, Fauna & Geologie

Im Nationalpark Hohe Tauern sind alle bedeutenden alpinen Ökosysteme großflächig und ungestört erhalten. Mehr als ein Drittel aller in Österreich nachgewiesenen Pflanzenarten kommen im Nationalpark vor. Bei den Säugetieren, Vögeln, Reptilien und Amphibien sind es um die 50%. Auch jenen Tieren, welche zu Beginn des 19. Jahrhunderts in fast ganz Europa ausgerottet waren, bietet der Nationalpark nunmehr einen gesicherten Lebensraum.

Diese beeindruckende Biodiversität resultiert aus den vielfältigen klimatischen, geologischen, geomorphologischen und hydrologischen Standortbedingungen im Hochgebirge und den differenzierten Anpassungsstrategien der Pflanzen und Tiere.

Wer von den Tälern zu den höchsten Gipfeln des Nationalparks wandert, durchquert in den Höhenstufen gleichsam alle Klimazonen von Mitteleuropa bis in die Arktis.

Das Tauernfenster – ein in Form und Größe weltweit einzigartiges tektonisches Fenster – gewährt Einblicke in das tiefste tektonische Stockwerk der Alpen und ist damit der Schlüssel für das Verständnis des geologischen Aufbaus der Alpen. Gesteine unterschiedlichen Alters, unterschiedlicher Entstehung und unterschiedlicher chemischer Zusammensetzung beherbergen einen wahren Schatz an bis zu 200 verschiedenen Mineralien.

 

Für weitere Informationen zum Nationalpark, zu Programmen, Einrichtungen und Angeboten besuchen Sie die Homepage: www.hohetauern.at

 

 

Quelle:

NATIONALPARK HOHE TAUERN. Verfügbar in: https://hohetauern.at/de/natur/nationalpark.html [Abfrage am 15. Juli 2019]