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Spertental - Rettenstein

Das Landschaftsschutzgebiet liegt in den Kitzbüheler Alpen und umfasst den südlichen Talschluss des Spertentales mit dem Oberen und Unteren Grund, entwässert von der Oberen und Unteren Grundache.

Kurzsteckbrief:

Fläche: 41 km²

Standort: Kirchberg in Tirol (Kitzbühel)

Seehöhe: 980 - 2366 m

Landschaftsschutzgebiet seit 1984

Landschaftsausstattung:

Es wird von großartigen Bergketten umrahmt, deren höchste Gipfel den Rand des Schutzgebietes bilden (z.B.: Brechhorn, 2032 m, Gamsbeil, 2196 m, Grasleitkopf, 2158 m, Laubkogel, 2114 m, Großer Rettenstein, 2366 m, Kleiner Rettenstein, 2216 m, Schwarzkogel, 2030 m). Vom Großen Rettenstein führt ein Bergrücken zum Spießnägel (1880 m), der die beiden Taläste trennt.

Der geologische Aufbau des Spertentales und der umgebenden Berge bedingt den Gegensatz zwischen den sanften "Grasbergen" der Kitzbüheler Alpen zu den kahlen und schroffen Kalkbergen des benachbarten Kaisergebirges. Nur der Große Rettenstein, ein hervorragender Aussichtspunkt, ragt über diese Grasberge hinaus. Im Gegensatz zu den bewachsenen Flächen auf Quarzphyllit, der gut verwittert und daher einen fruchtbaren Boden bildet, ist dieser Gebirgsstock aus Kalkfelsen aufgebaut und von weither als markante Erscheinung inmitten der Kitzbüheler Alpen zu sehen. Einzelne Kalkfelsen sind auch im geschlossenen Waldgebiet eingestreut, z.B. steht die Ruine Falkenstein auf einem solchen.

 

Erreichbarkeit:

Das Landschaftsschutzgebiet Spertental - Rettenstein ist durch eine asphaltierte Straße von Kirchberg bis Aschau erreichbar. Von dort führen Forstwege in den Oberen und Unteren Grund. Mehrere Wirtschaftswege führen zu den Almen, Wanderwege und -steige erschließen das Gebiet um den Großen und Kleinen Rettenstein. Im Schutzgebiet liegen zwar zahlreiche Almhütten, aber nur ein

 

bewirtschafteter Gasthof: Gasthof Labalm (1201 m).

 

Flora und Fauna:

Größere Bestände an Zirben prägen neben Fichten-Tannen-Mischbeständen die Wälder. Die Bergwiesen weisen noch die typische Vielzahl bunter Blumen auf. An vielen Standorten kommt der Schwalbenwurz-Enzian (Gentiana asclepiadea), eine alte Heil- und Zauberpflanze vor. Die Bäche sind unverbaut. An ihren Ufern haben sich Auwaldstreifen gebildet.

Die noch weitgehend erhaltene Ursprünglichkeit dieser Täler beherbergt einen reichen Wildbestand. Hier findet sich noch ein gesunder Birk- und Auerhuhnbestand; Gams- und Rotwild sind in ausgewogenem Gleichgewicht vorhanden, sodass die Waldbestände nicht durch Wildschäden leiden. Darüber hinaus findet sich hier noch der Steinadler, und Steinwild fand während der letzten Jahre einen neuen Lebensraum.