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Kerschbaumeralmtal und Galitzenbachgraben

Das Landschaftschutzgebiet umfaßt einen Teil des Kerschbaumertales vom Bereich des Klapffalles hinunter bis zum Klammbrückl (1104 m) mit den Seitengräben des Hallebachs, des Laserzbaches und dem Bereich südlich des Goggbaches, sowie dem Gallitzenbach (Zusammenfluß des Kerschbaumertalbaches und des Laserzbaches) vom Klammbrückl bis zum Beginn der Gallitzenklamm.

Kurzsteckbrief:

Fläche: 3,9 km²

Standort: Amlach (Lienz)

Seehöhe: 930 - 2060 m

Landschaftsschutzgebiet seit 1986

Landschaftsausstattung: 

Vom Klammbrückl blickt man in den tief in die eingeschnittenen Felsen tosenden Gallitzenbach und seine Klamm. Der Bereich um die Brücke ist als Naturdenkmal ausgewiesen. Das Schutzgebiet ist durch enge Täler mit steilen Hängen und zum Teil mit tiefen Klammen gekennzeichnet.

Im Bereich des Oberen Galitzenbaches sind wichtige geologische Schichten aufgeschlossen.

 

Erreichbarkeit:

Vom Pustertal führt eine Fahrstraße (Stadtweg) entlang des Galitzenbaches bis zum Klammbrückl und als Forstweg ein Stück entlang des Kerschbaumertalbaches. Ein Fußweg führt von Amlach über den Goggsteig und den Franz-Lerch-Weg zum Klammbrückl, von dort über den Forstweg und als Steig weiter zur Kerschbaumeralm. Außerdem führt vom Klammbrückl ein steiler Weg zur Lienzer Dolomitenhütte.

Im Schutzgebiet selbst liegen keine Gasthäuser oder Schutzhütten, südlich oberhalb liegt die Kerschbaumeralm (1902 m), östlich befindet sich die Lienzer Dolomitenhütte (1616 m).

  

Flora und Fauna:

Das Landschaftsschutzgebiet Kerschbaumeralmtal und Gallitzenbachgraben liegt von seiner Vegetationsausstattung her in der montanen Stufe und ist fast zur Gänze mit Wald bestanden. Es handelt sich hauptsächlich um einen für diese Höhenlage charakteristischen Lärchen-Fichtenwald, in Steilhängen auch mit subalpinen Elementen durchmischt. Besonders zu nennen sind schöne Bergahornbestände (Acer peudoplatanus).

 

Der Bereich des Landschaftsschutzgebietes und die darüber liegenden Lienzer Dolomiten zeichnen sich durch eine vielfältige und schützenswerte Pflanzen- und Tierwelt aus. Hier sind zahlreiche Fels- und Waldpflanzen der Südalpen zu finden, wie z.B.:

  • Dolomitenfarn (Asplenium seelosii)
  • Kleinblütige Akelei (Aquilegia einseleana)
  • Hauhechel (Ononis rotundifolia)
  • Blaues Mänderle (Veronica bonarota)
  • Zwergalpenrose (Rhodothamnus chamaecistus)
  • Alpenrebe (Clematis alpina)
  • Gefranster Enzian (Gentiana ciliata)
  • Kreuzenzian (Gentiana cruciata)
  • Schwalbenwurzenzian (Gentiana asclepiadea)
  • Baldrianarten (Valeriana spp.)
  • Frauenschuh (Cypripedium calceolum)
  • Waldvögelein (Cephalanthera rubra)
  • Korallenwurz (Corallorhiza trifida)
  • sowie verschiedene andere Orchideen.

Die Tierwelt ist durch die besondere geologische und geographische Lage sehr reichhaltig. In den Lienzer Dolomiten treten verschiedene Faunenelemente ineinander über. Mehrere südeuropäische Arten haben hier ihre nördliche Verbreitungsgrenze.