Geschützter Landschaftsteil » Milser Au

Die Milser Au stellt einen letzten Auwaldbestand im Talbodenbereich dar. Ein besonderer Vorteil des geschlossenen Auwaldbereiches ist die Windschutzfunktion, welche auch durch die große Längsausdehnung in West-Ost Richtung verstärkt wird.

Kurzsteckbrief:

Fläche: 44,4 ha

Standort: Mils (Imst)

Geschützter Landschaftsteil seit 1987

Lage:

Die Auwaldfläche bedeckt den gesamten Talboden zwischen dem Inn im Süden und der Autobahnstraße im Norden. Die Abhaltung der Talwinde kommt sowohl den im Westen und Osten angrenzenden landwirtschaftlichen Kulturen zugute wie auch dem Siedlungsgebiet von Mils bzw. Mils-Au. 

 

Landschaftsausstattung:

Dem Gehölz im Talboden kommt hinsichtlich seiner Bedeutung für die Tierwelt eine andere Aufgabe zu, als den steilen felsdurchsetzten Hängen im Norden bzw. dem geschlossenen Wald Richtung Milser Berg (Schattseite). Diese Bedeutung liegt einerseits darin, dass den Vogelarten, die im Herbst und Frühjahr in Längsrichtung durch das Inntales ziehen,  Rast-, Nahrungs- und  Unterstandsmöglichkeiten gegeben sind. Dazu kommt, dass in der Au teilweise ein älterer Baumbestand vorhanden ist, der Höhlenbrütern (z.B. Wiedehopf)  Nistmöglichkeiten bietet. Es ist mit Sicherheit anzunehmen, dass im Waldbereich auch Waldkauz und andere Arten (wie z.B. Spechte) ihren Lebensraum bzw. Brutplatz haben.

Das Landschaftsbild ist besonders durch Grauerlen, jedoch auch durch Weißkiefern und Trockenrasen geprägt.

 

Besonderheiten:

Hinsichtlich der Bedeutung für das Landschaftsbild ist zu bemerken, dass ein Gehölz in dieser Form auch wesentlich zur Belebung beiträgt; dies insbesonders im Vergleich zu den sonst in weiten Teilen des Inntales vorherrschenden Monokulturen von Mais und Wiesenflächen.

Durch die gegebene Beweidung ist eine Beeinträchtigung des Unterwuchses gegeben, so dass sich die Milser Au in ihrem Aufbau von anderen nicht beweideten Flächen unterscheidet. 

 

 

Quelle:

NIEDERWOLFSGRUBER (1985): Milser Au, Erklärung zum geschützten Landschaftsteil. Abteilung Umweltschutz, Innsbruck.